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Schadensersatz

 


Diebstahlsprämien:

Die Warenhäuser, Baumärkte, Drogeriemärkte und SB Märkte verlangen von einem jugendlichen und erwachsenen Straftäter einen Schadensersatz oder eine  Vertragsstrafe in Höhe von 25,00 oder auch 50,00 EURO.

Achtung: Ersatzfähig kann auch eine höhere Prämie sein.

Der Einzelhandel darf von einem von ihm ertappten Straftäter keine Geldstrafe  und kein Bußgeld fordern. Dies ist Sache eines Gerichts nach erfolgter Verurteilung.

Der Einzelhandel kann von einem von ihm ertappten Ladendieb keinen Schadensersatz und keine Aufwandsentschädigung aus der Diebstahlshandlung oder einen  gearteten Ersatz seiner Detektiv-, Überwachungs- oder Sicherheitskosten verlangen. Derartige Kosten gehören zu dem betriebsüblichen Aufwand eines Unternehmens, deren Ersatz der Unternehmer nicht von einem ertappten Ladendieb verlangen kann.

Der Einzelhandel darf  von einem von ihm ertappten Ladendieb eine Fangprämie fordern und diese, muss er frühestens bezahlen, wenn der Vorgang (in welcher Weise auch immer) abgeschlossen ist. Gerichte haben gar entschieden, dass auch Texte wie" sofort bezahlen" auf Hinweisschildern rechtswidrig sind.

Die Fangprämien - Regelung entspricht voll und ganz diesem BGB-Urteil; sie wurde zwischenzeitlich auch durch verschiedene Amtsgerichtsurteile sowohl dem Rechtsgrund als auch der Höhe nach bestätigt.

Die Forderung einer Diebstahlsprämie muss vom Warenhaus ausgelobt werden, ist das nicht der Fall dann ist es nicht rechtens eine Prämie vom Ladendieb zu verlangen. 

 

§ 249.

l. Landgericht Hamburg  /  ll. Oberlandesgericht  Hamburg 

 

November 1979

Die Beklagte wurde in der SB-Lebensmittelabteilung einer Filiale der Klägerin von dem Verkäufer G. beobachtet, als sie Lebensmittel in ihre Handtasche und nicht in den Einkaufswagen legte. An der Kasse bezahlte sie nur die im Einkaufswagen liegenden Waren. Nach Verlassen des Geschäfts wurde sie von G. gestellt. Die von ihr entwendeten Lebensmittel hatten einen Ladenpreis von insgesamt 12,72 DM ( EURO 5,50 ) 
Die Klägerin erstattete gegen die Beklagte Strafanzeige, jedoch ist das Strafverfahren wegen Ablaufs der Verjährungsfrist eingestellt worden.
Die Klägerin verlangte von der Beklagten Erstattung einer Fangprämie von 550 DM (281,21 EURO), die sie ihren Angestellten vor der Tat für jeden von ihnen ertappten Ladendieb versprochen und an G. ausgezahlt hat. Ferner begehrt sie für die Schadensbearbeitung weitere 550 DM ( 281,21 EURO ) , nämlich Erstattung der Personalkosten von 545 DM ( 278,65 EURO ) und der allgemeinen Bürokosten für Papier, Porto und Telefon von 5 DM ( 2,56 EURO ).
Das Landgericht hat die Klage ganz abgewiesen. Auf die Berufung der Klägerin hat das Oberlandesgericht ihr einen Teil der Fangprämie in Höhe von 50 DM ( 25,56 EURO ) zugesprochen, im übrigen aber die Berufung zurückgewiesen.

Die klügsten Diebe sind die, die es sein lassen!

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Stand: 01. April 2008

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